Die Alpen zu Fuß überqueren, wie es damals 218 v. Chr. Hannibal mit den Elefanten bei seinem Marsch nach Rom getan hatte. Der Reiz dieser Wanderung ist die ständige Wandelbarkeit der Landschaften, der Vegetationszonen und der Lebensgewohnheit und Dialekte der Menschen.

Der Wechsel von Kuppe und Tal und der Ansporn und Wille sich selbst zu verwirklichen, zu sich zu finden und zur Ruhe zu kommen - einfach vom Alltag abschalten.

Überblick

Der eigentliche Europäische Fernwanderweg E5 verläuft von Point du Raz in der Bretagne an der französischen Atlantikküste über die Alpen bis nach Verona an der Adria. Das Teilstück Oberstdorf-Meran verläuft nur zur Hälfte auf dem E5, die letzte Etappe ab Similaun sind nicht mehr Teil des Fernwanderwegs, aber genau dieser Abschnitt ist eines der Höhepunkte auf der Strecke. Bei der sechstägigen Bergwanderung erhält der Wanderer tolle Panoramen und trotz der körperlichen Beanspruchung auch Erholung. Auf der Strecke werden zuerst die deutschen (Allgäuer Alpen), danach die österreichischen Alpen (Lechtal, Inntal) überquert. Am Ende gelangt man über die Pitztaler Alpen durch das Schnalstal nach Meran. Die Strecke ist geschätzte 150 km lang, pro Tag erwarten den Wanderer zwischen 10-20 km Tagesmarsch. Alpenvereine, Gemeinden und Alpbauern pflegen die uralten Saumpfade und Wege auf der Strecke. Bei jeder Tagesetappe werden 800 bis 1200 Höhenmeter durchlaufen. Zweimal werden Höhen über 3000 m erreicht. Ruhepausen zwischen den Etappen von mindestens 12 Stunden sind wichtig, diese finden entweder in Berghütten oder in Pensionen/Hotels im Tal statt. Die beste Reisezeit ist zwischen Mitte August bis Ende September. In diesem Zeitraum sind die Temperaturen am angenehmsten und die Altschneefelder sind soweit zurückgeschmolzen, dass man sicher darüber gehen kann.

Wegstrecke & Route

Alpenüberquerung

Highlights

 

 

Ein Naturschauspiel erleben

Vor Holzgau (2. Tag) darf der Wanderer mit einer Attraktion rechnen. Die Simmser Wasserfälle im Höhenbachtal werden oft als Fotomotive der Tour genutzt. Im Frühsommer sind wegen der Schneeschmelze die Wasserfälle in eine Gischtwolke gehüllt.

 

 

Sonnenuntergang in den Lechtaler Alpen

Der Abendspaziergang von der Memminger Hütte aus zum Seewiessee, indem das Bergpanorama im Wasser wiedergespiegelt wird. Am Seekopf, nördlich der Hütte können oft Steinböcke beobachtet werden.

 

 

Für diejenigen, die noch höher möchten

Nach einem zweiten Frühstück in der Similaunhütte (6.Tag) kann man sich für den etwa dreistündigen Auf- und Abstieg zum Similiaun (3606m) entscheiden. Von dort ist einer der schönsten Weitblicke über die Bergwelt garantiert.

 

 

Das letzte Mal „Hüttenatmosphäre“ genießen

In dem alten Südtiroler Bergbauernhof „Tisenhof“ mit Blick auf den funkelnden Vernagt Stausee findet die letzte Einkehr statt. Dort hat man die Gelegenheit die vielen, neuen Eindrücke der letzten Tage zu verdauen.

 

Reiseinformationen

Video zur Rundreise Alpenüberquerung auf dem Fernwanderweg E5 -Oberstdorf-Meran

Kurzfilm über den Wanderweg.Spieldauer: ca. 5,30 Minuten; in Farbe, Sprachen: -

Autor: Linda Frick