Wenn Sie in Asien oder Ozeanien eine Radreise unternehmen möchten, haben Sie die Qual der Wahl. Die riesige Region birgt unzählige interessante Strecken ganz nach Lust und Laune. Insbesondere sind Natur- und Kulturlandschaften in Asien und Australien per Trekkingbike zu entdecken. Tropische Gebiete, Reisfelder, Vulkane, exotische Düfte, prächtige Tempel und atemberaubende Gebirgspässe.

Du bist auf der Suche nach dem perfekten Abenteuer? Schwing dich auf dein Fahrrad und los geht es! Endlose, einsame Naturlandschaften die du nie wieder vergessen wirst erwarten dich auf dem Pamir Highway. Erlebe hier den besten Trip mit dem Rad deines Lebens in dem Pamir Gebirge und genieße die tadschikische Gastfreundschaft.

Aber eine Tour auf dem zweithöchsten Gebirgspass der Welt ist nichts für schwache Nerven. Anstrengungen beim Bewältigen der extremen Höhenmeter bringen jeden Radfahrer zum Äußersten. Wer es denoch wagt, wird mit der besten Erfahrung seines Lebens belohnt. Im folgenden werden einige Informationen über den Pamir-Highway gegeben.

Überblick

Der Pamir Highway folgt einem Teil der alten Seidenstraße, von der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe ins Pamir-Gebirge und dort zunächst an der afghanischen Grenze entlang, bevor es über Hochgebirgspässe und -wüsten nach Norden in die abgelegeneren Hochebenen geht. Schließlich führt er über einen Grenzpass nach Kirgistan, zur Stadt Osch.

Nicht nur Afghanistan, sondern auch die Grenzen zu Pakistan und China kommen in Sichtweite, schroffe Berge bis zum Siebentausender, an deren Flanken Gletscher kleben, karge Wüstenmondlandschaften, weite grüne Hochtäler mit Jurten und grasenden Yaks kirgisischer Hirten, uralte Festungen aus der Zeit Alexanders des Großen, rauschende Gebirgsbäche und heiße Quellen.

Man darf sich jedoch keinesfalls einen “Highway” vorstellen. Die Straße wechselt die Beschaffenheit wie das Wetter im Gebirge – mal ist es eine Schotterpiste, mal ist es eine geteerte Straße, die – einst eine sowjetische Meisterleistung des Straßenbaus – sich bereits in verschiedenen Auflösungsstadien befindet. Manchmal fehlt ein Stück und es geht durch ein Flussbett, manchmal führt sie schnurgerade durch weite leere Hochgebirgswüsten, quält sich bis auf über 4.600m hinauf, manchmal balanciert sie gefährlich nahe am Abgrund.

Allgemeine Reiseinformationen

Wegstrecke & Route

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Highlights

Das erste Highlight ist die Hauptsadt von Tadschikistan, Duschanbe. Hier gibt es neben diversen Einkaufsmöglichkeiten um sich auf die Reise vorzuzbereiten auch den welthöchsten Fahnenmast zu begutachten. Mit seinen ca. 770.000 Einwohnern ist die Stadt die größte in Tadschikistan. Zu betrachten sind auf jeden Fall der Rudaki Park, wie auch das Nationalmuseum. Auch bieten Einkaufsmöglichkeiten, wie auf dem Basar oder der Noor Art Gallery gute Möglichkeiten den Einheimischen nähe zu kommen. Resturants gibt es in der Stadt wie Fische im Meer und die Auswahl reicht von nationaler Küche, über Sushi bis hin zur klassischen Pizza. Für jeden ist etwas dabei. Die Hauptstadt ist der Anfang und das Ende der allermeisten Pamir Touren, da sich hier der einzigste Flughafen im Land befindet.

Highlight Nummer zwei ist ebenfalls eine Stadt in Tadschikistan. Das rund 28.800 Einwohner zählende Chorugh liegt direkt östlich der Grenze zu Afghanistan und unmittelbar unterhalb beziehungsweise westlich der Einmündung des Flusses Schachdara in den Gunt, der direkt westlich des Stadtgebiets an der afghanischen Grenze in den Panj mündet. Die Stadt, die sich auf 2065 m Höhe befindet, ist von hohen Bergen des Pamirgebirges umgeben. Das moderne Chorugh ist eine der ärmsten Gegenden Tadschikistans. Die Stadt hat jedoch eine eigene Universität ( Chorugh State University ), zwölf Schulen und mehrere Krankenhäuser. Es gibt ein Museum, das Chorugh Regional Museum, ein Ismaili-Zentrum und den zweithöchsten botanischen Garten der Welt, den Pamir Botanical Garden. 

Das Top Highlight in Tadschikistan ist selbstverständlich der Nationalpark, in welchem ein sehr großer Teil des Pamir Highways verläuft. Der Park erstreckt sich über Gegenden des West- und Ost-Pamirs und macht mit seinen rund 2,6 Millionen Hektar Fläche 11 Prozent des Nationalgebietes von Tadschikistan aus. Er besteht aus verschiedenen Biomen wie alpinen und hochalpinen Bergregionen, Grasland, Steppe und Wüste. Im Jahr 2013 nahm das Welterbekomitee den Park in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten auf. Einheimische nennen das Pamir-Gebirge „Bam-i-Dunya“, das „Dach der Welt“. Im Persischen bedeutet „pamir“ soviel wie „rollendes Weideland“. Die Region ist eines der tektonisch aktivsten Gebiete der Welt, da dort die indische und die australische Erdplatte aufeinander treffen.

Das letzte Highlight des Pamir Highway in Tadschikistan ist der Karakol See, welcher sich zwischen den Grenzen zu China und Kirgistan befindet. Er ist der letzte Spot im Badakhshan Nationalpark. Der See ist ein beliebtes Ziel für Abenteuerreisende und berühmt für seine surreale Szenerie, welche sich mit großer Klarheit im Seewasser spiegelt, das von Dunkelgrün bis Azur- und Hellblau die verschiedensten Färbungen annimmt. Es gibt zwei tadschikische Siedlungen am Karakol-See: eine Ansammlung von Nomadenzelten etwa 1 km östlich des Bus-Absetzpunktes, und ein Dorf mit Steinhäusern nahe dem Westufer. Der See hat etwa eine Größe von 380 km² und hat keinen Abfluss. Auch schön zu wissen ist, das sich der See in einem Meteoritenkrater befindet.


Weitere Informationen

Video

Name: Cycling the Pamir. Spieldauer: ca. 4 min; in Farbe; Sprachen: Englisch.

Autor: Christoph Schrode