Eine Rundreise durch den Südwesten der USA, Kanada, Mittel- oder Südamerika steht sicher bei vielen von Ihnen auf der To-Do-Liste. Für viele bleibt es ein unerfüllter Traum, weil sich Vorurteile über die hohen Kosten und die komplizierte Planung hartnäckig halten. Hier geht es um ein Lebensgefühl, Freiheit, Landschaften, die einzigartig auf der Welt sind, freundliche Menschen, die über viele Dinge genauso denken wie wir, aber nie zu Wort kommen.

Mehr USA geht nicht. Auf der wohl berühmtesten Straße der Welt lernt ihr auf mehreren Tausend Kilometern, vorbei an berühmten Wahrzeichen und atemberaubenden Nationalparks die Schönheit des Landes kennen. Von Chicago, Illinois bis nach Los Angeles in Kalifornien kann man das typische amerikanische Lebensgefühl auf der sogenannten „Mother Road“ genießen.

Vor allem in den Siebziger Jahren entwickelte sich die Route 66 fast schon zu so etwas wie einer Marke und bis heute gehen Menschen auf Spurensuche nach dieser Zeit, immer in der Hoffnung, die großen Gefühle erleben zu können. Möglich ist das inzwischen wieder auf der sogenannten Historic Route 66.

Überblick

Die Route 66, die sogenannte Mother Road oder auch Main Street of America, liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika und ist die wahrscheinlich bekannteste Straße der Welt. Mit ursprünglich über 3.949 Kilometern Länge verband die Straße die beiden Millionenstädte Chicago mit rund 2,7 Millionen Einwohnern und Los Angeles mit rund 4 Millionen Einwohnern. Die Route 66 (eigentlich U.S. Highway 66) wurde 1926 gebaut und war ab 1938 eine der ersten durchgehend asphaltierten Straßen in den Vereinigten Staaten und diente als Hauptweg für das Reisen von Osten nach Westen. Die historische Straße verkörpert für viele Amerikaner den amerikanischen Traum von Freiheit und Mobilität. Der legendäre Highway ist weit und breit bekannt für seine Vielfalt an Motels, Neonlichtern, Drive-Ins und skurrilen Attraktionen am Straßenrand. Heute ist die berühmte Route 66 leider nur noch teilweise vorhanden, da sie nach und nach durch andere, sicherere und modernere Straßen ersetzt wurde. Diese Straßen sind die Interstate 55 von Chicago, gefolgt von der Interstate 44, der Interstate 40, der Interstate 15 und am Ende die Interstate 10 in Los Angeles. Durch die Bekanntheit der Straße stehen allerdings in allen acht Staaten durch welche die Route 66 verläuft Streckenabschnitte für Touren zur Verfügung und einige Abschnitte bleiben im wesentlichen so, wie sie ursprünglich gebaut wurden. Es wird geschätzt, dass bis zu 85% der ursprünglichen Strecke heute befahrbar sind. 

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen wie zum Beispiel der geografischen Lage, die besten Reisezeiten, einer Beispielreise mit verschiedenen Highlights oder auch Informationen zum Thema Sicherheit für eine Reise auf der berühmten Route 66. 

Allgemeine Reiseinformationen

Wegstrecke & Route

Kartenansicht

Highlights

St. Louis ist zwischen Chicago und Los Angeles die größte Stadt auf der Route 66. Die historische Chain of Rocks Bridge, die den Mississippi im Norden von St. Louis überspannt, wurde 1929 eröffnet und war Teil der Route 66. Sie verband die zwei Staaten Illinois und Missouri. Sie ist kurz und schmal und wurde nun als Fahrrad- und Fußgängerweg über den Fluss umgestaltet. Schon von weitem ist der Gateway Arch – auch bekannt als das „Tor zum Westen“ – mit einer Höhe von 192 Metern nicht zu übersehen. Es ist das größte Bogenförmige Bauwerk der Welt und wer keine Höhenangst hat, kann sich mit einem Aufzug an die Spitze des berühmten Wahrzeichens bringen lassen und die Stadt, sowie die weiten Ebenen und Prärien des Mississippi-Tal bewundern. Wer lieber auf dem Boden bleibt sollte sich eine Fahrt auf dem Mississippi mit einem der weltberühmten Schaufelrad-Dampfer nicht entgehen lassen. St. Louis bietet also einen idealen Zwischenstopp auf der Reise, wo gut auch einen ganzen Tag verbracht werden kann.


Amarillo ist eine Stadt mit rund 200.000 Einwohnern im Bundesstaat Texas. Die Stadt ist bekannt für ihre Rinderzucht und noch immer findet einmal pro Woche die Viehauktion statt, was einen das typische Wilder Westen-Gefühl erleben lässt. Der 1900 entwickelte Route 66-Sixth Street Historic District der Stadt beherbergt 13 Blöcke mit Cafés, Antiquitätenläden, Boutiquen, Nachtlokalen und Restaurants. Er wurde in das U.S. National Register of Historic Places aufgenommen und die Gebäude sind unter anderem im für die Route 66 bekannten Art déco Stil. Eine weitere Attraktion in Amarillo ist die berühmte Cadillac Ranch. Das dortige Kunstwerk besteht aus mehreren Cadillacs, die halb im Erdboden eingegraben sind und auf denen sich tausende Reisende mit Sprühdosen verewigt haben. Dies ist auch ein sehr beliebter Stopp um Fotos zu machen.


Seligman, welches sich seit 1987 „Birthplace of Historic Route 66“ nennt, war Vorlage für das fiktive „Radiator Springs“ aus dem Pixar-Animationsfilm Cars und sollte vor allem von den Filmfans besucht werden. Ein Muss ist außerdem das Essen in Delgadillo’s Snow Cap Drive-In, sowie ein Besuch in dem daneben liegenden Barber Shop. Diese haben in der kleinen Stadt definitiv Kultstatus. Wer durch Seligman fährt wird an jeder Ecke auf Souvenirläden und Erinnerungen an die Route 66 treffen und auf der Hauptstraße stehen alte Autos aus früheren Zeiten mit viel Kitsch und Puppen dekoriert. Hier kann man sich beim Fotografieren austoben und es beginnt gleichzeitig auch eines der schönsten Teilstücke der Route 66.


Das Wigwam Village Motel 6 in Holbrook, Arizona wurde 2002 in das U.S. National Register of Historic Places aufgenommen. Fünfzehn freistehende Tipis aus Beton und Stahl sind halbkreisförmig um die Hauptverwaltung angeordnet. Das Motelbüro und die umliegenden kleinen Gebäude stellen die Quartiere des Häuptlings und seiner Familie dar.  Jedes Tipi ist am Boden etwa 6 Meter breit und etwa 8,5 Meter hoch. Die Tipis sind alle weiß gestrichen mit einem roten Zickzack über der Türöffnung. Die Zimmer sind mit den originalen handgefertigten Hickory-Möbeln ausgestattet und jedes ist mit Waschbecken, Toilette und Dusche ausgestattet. Oldtimer sind auf dem gesamten Anwesen permanent geparkt, einschließlich eines Studebakers, der dem Erbauer Mr. Lewis gehörte. Vor dem Hauptbüro waren ursprünglich Zapfsäulen, die jedoch nicht mehr vorhanden sind. Um sich in der Zeit zurück versetzen zu lassen sollte hier auf jeden Fall eine Nacht übernachtet werden.


Weitere Informationen

Video


Route 66: 20 Great Stops on the Road Trip, Spieldauer: 11:24 min, Sprache: Englisch

Autor: Romina Marksteiner